September 2026 – Viel zu warm und deutlich zu trocken
Mit einer Monatsdurchschnittstemperatur von 15,4 Grad Celsius erlebten wir den dritt-wärmsten September seit Aufzeichnungsbeginn 2007. Noch wärmer verliefen bisher lediglich die Septembermonate der Jahre 2016 und 2023 mit Monatsmittelwerten von sogar an die 17 Grad. Das langjährige September-Temperaturmittel wurde heuer um etwa 2,5 Grad überschritten. Die höchste Temperatur des Monats verzeichnete die Wetterstation Eggerszell bei ganztags strahlendem Sonnenschein am Nachmittag des 08.09.2026, als das Thermometer bis zu 30,1 Grad zeigte. An diesem Tag konnte mit 22,2 Grad zudem auch das höchste Tagestemperaturmittel registriert werden. Von einem neuen Septemberrekord waren wir deutlich entfernt. Die bisher höchste im September gemessene Temperatur stammt nämlich vom 05.09.2024 und beträgt 31,8 Grad. Die Monatstiefsttemperatur wurde kurz vor Sonnenaufgang am 23.09.2026 mit 4,5 Grad erreicht. Zur gleichen Zeit meldete der Erdbodentemperatursensor, welcher wenige Zentimeter über dem Boden angebracht ist, sogar nur zwei Grad. Das tiefste Tagesmittel erzielte jedoch ein anderer Tag, und zwar der 25.09.2026 mit 10,6 Grad. Die durchschnittliche Tiefsttemperatur lag bei 10,7 Grad und die mittlere Maximaltemperatur betrug 21,5 Grad, was den auf weite Strecken spätsommerlich-warmen Monat aufzeigt. Die Klimastation Eggerszell vermeldete zwei meteorologische Sommertage über 25 Grad und einen heißen Tag über 30 Grad. An 20 Tagen wurde sogar die 20-Grad-Marke überschritten. Ein richtig frischer Septembertag mit einem Höchstwert von unter 15 Grad blieb komplett aus.
In Sachen Niederschlag fiel der diesjährige September deutlich zu trocken aus. Mit einer Gesamtniederschlagsmenge von 34,4 Millimeter gab es nicht einmal die Hälfte der üblichen Menge. Die langjährige Niederschlagsmenge im September beträgt in Eggerszell nämlich immerhin 78 Millimeter. Der nasseste Tag des Monats war der 13.09.2026, als 14 Millimeter Regenwasser vom Himmel prasselte. Messbare Niederschläge gab es an elf Tagen, wobei davon lediglich drei Tage über zwei Millimeter Regen brachten. Der feuchteste September seit Messbeginn war übrigens jener aus dem Jahr 2024, welcher satte 200 Millimeter Niederschlag lieferte. Der wiederum trockenste September seit Aufzeichnungsbeginn stammt mit nur 15,6 Millimeter aus dem Jahr 2023.
Die kräftigste Windböe konnte in der Nacht auf den 09.09.2026 mit 58 Kilometern pro Stunde gemessen werden. Die mittlere Windgeschwindigkeit betrug nur 7,2 Kilometer pro Stunde, was deutlich unterdurchschnittlich ist. Zum Vergleich bringt es ein normaler September auf eine mittlere Windgeschwindigkeit von über neun Kilometer pro Stunde. Der windigste Tag des Monats war mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 12,0 Kilometern pro Stunde der 05.09.2026.
Mit insgesamt 203 Sonnenstunden wurden wir ausgiebig von der Sonne verwöhnt. Die Sonne zeigte sich 56 Stunden länger als gewöhnlich. Der sonnigste Tag war der 08.09.2026, als die Sonne 10 Stunden und 37 Minuten lang schien. Dagegen gab es am 13.09.2026 bei ganztags trübem und regnerischem Wetter keinen einzigen Sonnenstrahl zu beobachten. Die höchste Luftfeuchtigkeit herrschte am Abend des 13.09.2026 vor, als die relative Luftfeuchte 96 Prozent betrug. Am Nachmittag des 26.09.2026 konnte mit 44 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit die trockenste Luftmasse aufgezeichnet werden. Im Durchschnitt lag die Luftfeuchtigkeit in Eggerszell bei 76 Prozent. Die stärkste Solarstrahlung wurde am frühen Nachmittag des 01.09.2026 mit 1044 Watt pro Quadratmeter verzeichnet. Im Schnitt lag die Sonnenstrahlung bei 316 Watt pro Quadratmeter.
Alles in allem liegt ein spätsommerlich warmer, deutlich zu trockener und sehr sonniger September zurück. Besonders die zweite Monatshälfte war geprägt durch lang anhaltende Hochdruckphasen. Trübe und verregnete Tage waren rar und eher die Ausnahme. Der Monat endete in den letzten fünf Tagen mit prächtigem Altweibersommerwetter. Vom 26.09. bis 30.09.2026 erreichten die Höchstwerte zwischen 21 und 24 Grad, die Nächte waren mit Tiefsttemperaturen zwischen acht und zwölf Grad allerdings jahreszeitlich bedingt recht frisch. Aufgrund des zeitweise deutlich zu warmen Wetters und des sehr häufigen Hochdruckeinflusses blieb die Situation bezüglich Trockenheit bis Monatsende weiterhin sehr angespannt.
Ihr Martin Bohmann

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