Hallo liebe Besucher,
nachfolgend der Wetterrückblick für den Monat Juli 2026 von der Wetterstation Eggerszell:
Juli 2026 – Deutlich zu warm, leicht zu trocken und sehr sonnenscheinreich
Mit einer Monatsmitteltemperatur von 20,5 Grad Celsius liegt der zweitwärmste Julimonat seit Messbeginn 2007 hinter uns. Noch etwas wärmer verlief bisher lediglich der Juli im Jahr 2015 mit einem Monatsmittel von 20,9 Grad. Im Vergleich zum langjährigen Mittel seit Aufzeichnungsbeginn war es damit um 1,7 Grad zu warm. Das 30-jährige Temperaturmittel der Jahre zwischen 1961 und 1990 wurde sogar um rund drei Grad überboten. Die höchste Temperatur des Monats konnte am Nachmittag des 30.07.2026 mit 35,2 Grad aufgezeichnet werden. Damit wurde der bestehende Julirekord von 35,3 Grad vom 28.07.2013 nur um ein Zehntel verfehlt. Einen Tag später war es am Monatsletzten mit maximal 35,1 Grad nur geringfügig weniger heiß. Das höchste Tagestemperaturmittel produzierte mit 27,3 Grad ebenfalls der 30. Juli. Die wärmste Nacht war jene auf den 30.07. mit einem Temperaturminimum von 20,2 Grad. Während nur sechs Tage leicht zu frisch verliefen, gab es im Gegenzug 24 teils erheblich zu warme Tage. Der kühlste Wetterabschnitt konnte vom 19. bis 24.07. verzeichnet werden, als die Tagesdurchschnittstemperaturen nur jeweils zwischen 16 und 17 Grad betrugen. Der Monatstiefstwert der Temperatur stammt aus den Morgenstunden des 24.07. und beziffert sich auf 8,4 Grad. Am 23.07. wurde mit einer Tagesmitteltemperatur von 15,7 Grad der kühlste Tag des Monats dokumentiert. Die Wetterstation Eggerszell zeichnete insgesamt 19 meteorologische Sommertage über 25 Grad und 4 heiße Tage über 30 Grad auf. Die 20-Grad-Marke wurde an allen Tagen überschritten. Richtig kühle Tage mit Höchstwerten deutlich unter 20 Grad waren nicht ansatzweise ein Thema. Die mittlere Tiefsttemperatur pendelte sich bei 14,8 Grad ein und die durchschnittliche Maximaltemperatur belief sich auf 26,4 Grad, was den hochsommerlich-warmen Sommermonat klar beweist.
Niederschlagstechnisch schloss der diesjährige Juli mit einer Gesamtmenge von 78,6 Millimeter etwas zu trocken ab. Das langjährige Juli-Niederschlagsmittel wurde um gut 20 Millimeter unterschritten. Da sämtliche Niederschläge lediglich in Form von Starkregenschauern und Gewittern fielen und zudem zeitweise deutlich erhöhtes Temperaturniveau mit hoher Verdunstung herrschte, verschärfte sich die Trockenheit bis zum Ende des Monats kontinuierlich. Gegen Ende des Monats konnte man wahrlich von einer rekordmäßigen Dürre sprechen, welche nahezu den kompletten Landkreis betraf. An insgesamt 10 Tagen registrierte die Eggerszeller Klimastation messbare Regenmengen. Nennenswerte Niederschläge mit deutlich zweistelligen Summen gab es jedoch nur an drei Tagen. Der nasseste Tag fiel auf den Monatsersten, als nämlich ein starkes Gewitter für satte 27 Millimeter sorgte. Am 14.07. brachte ebenfalls ein Gewitter 26 Millimeter Niederschlag zu Stande.
Die kräftigste Windböe konnte mit 68 Kilometern pro Stunde in den späten Abendstunden des 30.07. vermeldet werden, als eine sogenannte Konvergenzlinie mit einer schwachen Kaltfront (Druckwelle) über Ostbayern hinweg zog. Mit einer durchschnittlichen Windgeschwindigkeit von 9,2 Kilometern pro Stunde ist von einem windigen Sommermonat die Rede. Die Sonne zeigte sich insgesamt 256 Stunden lang, was einen überdurchschnittlichen Wert darstellt. Es gab nämlich 34 Sonnenstunden mehr als gewöhnlich. Der 10.07. war mit einer Sonnenscheindauer von 13 Stunden und 24 Minuten der sonnigste Tag des Monats. Am 21.07. erreichte die Globalstrahlung mit 1194 Watt pro Quadratmeter ihren höchsten Wert. Im Durchschnitt lag die Solarstrahlung bei 392 Watt pro Quadratmeter. Die trockenste Luftmasse herrschte am Nachmittag des 25.07. in Eggerszell vor, als die relative Luftfeuchtigkeit nur bei 29 Prozent lag. Die feuchteste Luft war am 02.07. aktiv, als die relative Luftfeuchte auf bis zu 97 Prozent anstieg.